Freitag, 9. September 2011

Diplo in der Roten Sonne

"Put on my ravin' shoes and I
Boarded the plane"


Und so wars dann auch: Diplo hatte seine Raving-Baile-Funk-Ghettotech-Electrohop-Dupstep-Moohmbahton-oder-was-weiß-ich-noch-Schuhe an, um die Rote Sonne in München in Grund und Boden zu raven, rocken und zu springen.

Ok, ein bisschen bin ich auch hingegangen weil ich Diplo geil finde. Nicht unbedingt weil er so hot aussieht (was er mit Sicherheit auch tut), aber mehr wegen dem, was er macht. War klar, dass ich mir gleich einen Platz unweit des DJ-Pults erkämpft habe, um diesen auch nicht mehr zu verlassen. Halb zwei erschien er dann, der Gott, und drückte erst mal ordentlich die Lazer-Air-Horn-Siren-Kiste, bevor er loslegte. Was er so gespielt hat? Naja, alles, was bei mir altem Soundgyal zuhause auch immer läuft und meine Nachbarn mit anhören müssen :) Von daher fühlte ich mich gleich sehr gut aufgehoben. Es war sozusagen wie Party in meinem Wohnzimmer, falls man das bei einer EZW sagen kann.

Ich hatte auf jeden Fall Spaß, die Leute waren nach anfänglichem Gebounce gegen das Mischpult auch wieder im "One Love"-Gedanken angekommen und haben übelst brutal geravt :) Die von der Roten Sonne im Programmtext angedrohten T-Shirts zum Wechseln hätten so manchem durchgeschwitzten Mann vor mir auf keinen Fall geschadet. Bikram Yoga im Club! Diplo selbst ging es gegen Ende des Gigs wohl ähnlich, er entledigte sich nämlich seines Shirts - "Twist it round your head spin it like a helicopter" war wohl das einzige, was jetzt noch fehlte, falls es dieser Nacht überhaupt an was gefehlt hat. Natürlich hat der Gute davor auch noch sein Mischpult bestiegen, wie er es wohl zu gerne macht, zur Planking-Action kam es dann aber nicht mehr. Wozu auch? Heutzutage ist Owling. Aber irgendwie kann ich mir nicht helfen: Ein Geschmäckle Standardprogramm war dabei, aber bei Diplos hohem Grad an Professionalität macht das eigentlich nix. Oder ist er am Ende doch ein introvertierter Beat-Frikler?

Wie dem auch sei, er hat die Partypeople in der Roten Sonne so fertig gemacht, dass es die Schlachthofbronx danach erstmal schwer hatte, die total geschafften, durchgeschwitzten Leute zum Weitertanzen zu bewegen. Nach einem kleine Durchhänger ging's dann wieder ab - und ich nachhause. Bin ja nicht mehr 28.

PS: So sah mein Shirt aus, nachdem mich unzählige musikalische Brüder im Geiste mit ihren Aufklebern markiert haben. Und nein, ich musste es nicht auswringen!

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